Qualifikation zur gFAB - eigenständige Prüfungsvorbereitung
| Kursnr. | 27-PT194C |
| Beginn | Mi., 06.10.2027 |
| Ende | Fr., 02.06.2028 |
| Uhrzeit | 10:00 - 12:00 Uhr |
| Anmeldeschluss | 28.02.2028 |
| Dauer | 8 Tage |
| Kursort | wird noch bekannt gegeben |
| Gebühr | 1900,00 € |
Bitte senden Sie uns hierfür eine Bewerbung zu. Weitere Details können Sie der Ausschreibung entnehmen.
Kursbeschreibung
Erweitern Sie Ihre fachlichen und praktischen Kompetenzen, um Menschen mit Behinderung in der beruflichen Teilhabe personenzentriert zu begleiten.
Mit unserer Weiterbildung erhalten Sie die Qualifikation, um Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen nach einem personenzentrierten Ansatz durchzuführen und Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
Zielgruppe dieser Qualifikation:
Diese Qualifikation richtet sich an Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie bei anderen Leistungsanbietern gemäß § 60 SGB IX. Sie ist speziell für jene gedacht, die im Bereich der beruflichen Bildung, in Arbeitsbereichen oder in der Förderung und Begleitung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind.
Zusätzliche Qualifikationen im Arbeitsfeld sowie Erfahrungen im Verfassen von Projektberichten und in der Durchführung von Projektpräsentationen sind erforderlich. Die Teilnehmenden sollten in der Lage sein, Inhalte selbstständig zu erarbeiten und zu vertiefen sowie sich weitgehend eigenständig auf die Abschlussprüfung vorzubereiten.
Inhalte und nachzuweisende Kompetenzen:
Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung weisen die Teilnehmenden umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen nach:
- Berufliche Bildungsprozesse personenzentriert planen, steuern und gestalten: Von der Kompetenzermittlung in Eingangsverfahren und beruflicher Bildung über die Bedarfsfortschreibung bis zur Wirkungskontrolle der Leistungen im Arbeitsbereich – fundiertes Wissen, um das Gesamtplanverfahren personenzentriert zu gestalten. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) sowie des Bedarfsermittlungsinstruments.
- Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben personenzentriert gestalten: Anwendung des personenzentrierten Ansatzes anhand von Methoden und Konzepten, um die berufliche Entwicklung der Klientinnen und Klienten gemäß ihren Wünschen und dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) zu planen und umzusetzen.
- Kommunikation und Zusammenarbeit personenzentriert gestalten: Erweiterte Kommunikations- und Beratungskompetenzen sowie deren situationsgerechter Einsatz.
- Verantwortlichkeiten verstehen und einordnen: Klärung der Rollen und Verantwortlichkeiten von Leistungsträgern, Leistungserbringern und Leistungsberechtigten.
- Arbeits- und Beschäftigungsprozesse sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten: Planung und Gestaltung von Teilhabeprozessen sowie Methoden der Arbeitsanleitung für die praktische Anwendung.
- Rechtliche Grundlagen und Handlungssicherheit: Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Handelns sowie die relevanten Vorschriften für Werkstätten für Menschen mit Behinderung und andere Leistungsanbieter. Handlungssicherheit durch die Auseinandersetzung mit relevanten rechtlichen und fachlichen Fragestellungen, die die Teilhabe am Arbeitsplatz betreffen.
- Behinderungs- und Krankheitsbilder sowie spezifische Verhaltensweisen: Verständnis und professioneller Umgang mit verschiedenen Behinderungsbildern und spezifischen Verhaltensweisen.
- Reflektiertes Selbstverständnis der Rolle: ein reflektiertes Selbstverständnis der Rolle als Assistenz.
- Gesundheits- und Selbstmanagement: Strategien zur Förderung der Gesundheit und des Selbstmanagements.
- Gewaltschutz, Deeskalations- und Konfliktmanagement: Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen von Gewalt und Sensibilisierung für deren Auswirkungen sowie Techniken zur Konfliktlösung und Deeskalation in herausfordernden Situationen.
- Projekt- und Qualitätsmanagement: Fähigkeiten im Management von Projekten und der Sicherung von Qualitätsstandards.
- Präsentations- und Moderationstechniken: Fähigkeiten zur Präsentation und Moderation von Inhalten und Gruppen.
Zeitlicher Ablauf der Qualifikation:
Wir bieten eine praxisorientierte Qualifikation, die bundesweite Rechtsgrundlagen erfüllt.
Sie erwerben die Qualifikation über einen Zeitraum von ca. sechs Monaten (außerhalb der Schulferien NRW). Beginn ist in der Regel im Herbst eines Jahres.
Für die Teilnahme an den Präsenzterminen sind die Teilnehmenden von Ihren Einrichtungen freizustellen.
Unsere Leistungen:
- Einführung in Themen, Anforderungen und Curriculum zur Abschlussprüfung
- Begleitung und Anleitung bei der Findung und Erarbeitung des Projektthemas unter Berücksichtigung des personenzentrierten Ansatzes
- Bereitstellung von Quellen und Material zur Erarbeitung der prüfungsrelevanten Inhalte
- Bereitstellung von Leitfragen zur Reflexion der erarbeiteten Inhalte entlang des personenzentrierten Ansatzes
- Begleitung und Beratung bei der Vorbereitung auf die dreiteilige Abschlussprüfung
- Organisation und Durchführung der Abschlussprüfung
- individuelles Zeitkontingent für Beratungsgespräche nach Vereinbarung
- Als ergänzendes Arbeitsmittel verwenden wir die Lernplattform Moodle sowie ein Videokonferenzsystem. Dafür benötigen Sie ein geeignetes Endgerät mit Kamera und Mikrofon.
Abschlussprüfung zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB)
Die Abschlussprüfung gliedert sich in drei Teile:
- Praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt:
- Durchführung: Über einen Zeitraum von drei Monaten führen die Teilnehmenden ein praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt mit einem oder mehreren Klientinnen und Klienten aus ihrer eigenen Einrichtung durch.
- Projektarbeit: Die Erstellung einer schriftlichen und benoteten Projektarbeit ist Teil dieses Projekts.
- Schriftliche Aufsichtsprüfung (Klausur):
- Dauer: 240 Minuten
- Inhalt: Die Klausur umfasst Prüfungsfragen zu den einzelnen Modulen der Qualifikation und wird benotet.
- Präsentation des personenorientierten Projekts:
- Prüfungsausschuss: Die Präsentation erfolgt vor einem Prüfungsausschuss des Instituts Bildung & Beratung Bethel und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
- Fachgespräch: Im Anschluss an die Präsentation findet ein Fachgespräch statt.
- Dauer: Insgesamt 45 Minuten
Erfolgreicher Abschluss: Die Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) ist erfolgreich abgeschlossen, wenn alle drei Prüfungsteile bestanden sind. Mit Bestehen der Prüfung erwerben Sie zudem die Ausbilder/-inneneignung nach § 30 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes.
Voraussetzungen für die Zulassung zu dieser Qualifikation:
- Ausbildungsabschluss: eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf und einer sich anschließenden mindestens zweijährigen, einschlägigen Berufspraxis.
- Einzelfallprüfung: Darüberhinausgehende Zulassungen unterliegen einer Einzelfallprüfung.
- Bestehendes Arbeitsverhältnis: Grundsätzlich ist für die Teilnahme an der Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ein bestehendes Arbeitsverhältnis innerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder bei einem anderen Anbieter notwendig, da andernfalls kein regelmäßiger Zugang zum Personenkreis von Menschen mit Behinderung im Kontext der Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet ist. Dieses ist etwa für die Durchführung des praxisbezogenen Projektes zwingend notwendig.
Für die Teilnahme an einer verkürzten Form der gFAB bei Bildung & Beratung ist die vorherige Durchführung unseres Assessment-Centers zur gFAB mit dem Ergebnis der Empfehlung zu einer verkürzten Form der Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung erforderlich.
Dazu benötigen wir Bewerbungsunterlagen in Form von einem Lebenslauf und dem Nachweis über die Erfüllung der o.g. Zulassungsvoraussetzungen. Bitte senden Sie diese per E-Mail an patricia.essmann[at]bethel.de.
Die Teilnahme an unseren Seminaren beinhaltet eine umfassende Betreuung sowie Tagungsgetränke. Für Verpflegung während der Pausen verweisen wir gerne auf nahegelegene Optionen wie Bäckereien, Kantinen, Imbisse oder Supermärkte, die eine Vielzahl von Speisen anbieten.
Weitere Angebote
- Qualifikation zur gFAB - Assessmentcenter (PT194)
- Qualifikation zur gFAB (PT194A)
- Qualifikation zur gFAB - einjährig (PT194B)
- Qualifikation zur gFAB - Assessmentcenter (PT194)
- Qualifikation zur gFAB (PT194A)
Tagungszentrum Bethel - Haus Nazareth (N5)
Nazarethweg 5, 33617 Bielefeldin Google Maps öffnen
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