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Kursdetails

Qualifikation zur gFAB

Kursnr. 27-PT194A
Beginn Mo., 13.09.2027
Ende Fr., 22.06.2029
Uhrzeit 08:30 - 16:00 Uhr
Anmeldeschluss 28.02.2027
Dauer 70 Tage
Kursort 33617 Bielefeld
Gebühr 6450,00 €

Bitte senden Sie uns hierfür eine Bewerbung zu. Weitere Details können Sie der Ausschreibung entnehmen.


Kursbeschreibung

zweijährige Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

anerkannte Weiterbildung


Erweitern Sie Ihre fachlichen und praktischen Kompetenzen, um Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Teilhabe personenzentriert zu begleiten.


Mit unserer Weiterbildung erhalten Sie die Qualifikation, Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen personenzentriert zu gestalten und Menschen mit Behinderungen eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.


Zielgruppe dieser Qualifikation:

Diese Qualifikation richtet sich an Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie bei anderen Leistungsanbietern gemäß § 60 SGB IX. Sie richtet sich insbesondere an Mitarbeitende, die im Bereich der beruflichen Bildung, in Arbeitsbereichen oder in der Förderung und Begleitung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind. 


Inhalte und erworbene Kompetenzen:

Teilnehmende dieser Qualifikation erwerben umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

  • Berufliche Bildungsprozesse personenzentriert planen, steuern und gestalten: Von der Kompetenzermittlung in Eingangsverfahren und beruflicher Bildung über die Bedarfsfortschreibung bis zur Wirkungskontrolle der Leistungen im Arbeitsbereich – wir vermitteln fundiertes Wissen, um das Gesamtplanverfahren personenzentriert zu gestalten. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) sowie des Bedarfsermittlungsinstruments.
  • Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben personenzentriert gestalten: Vertiefen des personenzentrierten Ansatzes anhand von Methoden und Konzepten, um die berufliche Entwicklung der Klientinnen und Klienten gemäß ihren Wünschen und dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) zu planen und umzusetzen.
  • Kommunikation und Zusammenarbeit personenzentriert gestalten: Erweiterung der Kommunikations- und Beratungskompetenzen sowie deren situationsgerechter Einsatz.
  • Verantwortlichkeiten verstehen und einordnen: Klärung der Rollen und Verantwortlichkeiten von Leistungsträgern, Leistungserbringern und Leistungsberechtigten.
  • Arbeits- und Beschäftigungsprozesse sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten: Planung und Gestaltung von Teilhabeprozessen sowie Vermittlung von Methoden der Arbeitsanleitung für die praktische Anwendung.
  • Rechtliche Grundlagen und Handlungssicherheit: Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Handelns sowie die relevanten Vorschriften für Werkstätten für Menschen mit Behinderung und andere Leistungsanbieter. Gewinnung von Handlungssicherheit durch die Auseinandersetzung mit relevanten rechtlichen und fachlichen Fragestellungen, die die Teilhabe am Arbeitsplatz betreffen.
  • Behinderungs- und Krankheitsbilder sowie spezifische Verhaltensweisen: Verständnis und professioneller Umgang mit verschiedenen Behinderungsbildern und spezifischen Verhaltensweisen.
  • Reflektiertes Selbstverständnis der Rolle: Entwicklung eines reflektierten Selbstverständnisses der Rolle als Assistenz.
  • Gesundheits- und Selbstmanagement: Strategien zur Förderung der Gesundheit und des Selbstmanagements.
  • Gewaltschutz, Deeskalations- und Konfliktmanagement: Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen von Gewalt und Sensibilisierung für deren Auswirkungen sowie Techniken zur Konfliktlösung und Deeskalation in herausfordernden Situationen.
  • Projekt- und Qualitätsmanagement: Fähigkeiten im Management von Projekten und der Sicherung von Qualitätsstandards.
  • Konzepte der beruflichen Teilhabe kennenlernen: Einblicke in verschiedene Konzepte der beruflichen Teilhabe durch praktische Exkursionen.
  • Präsentations- und Moderationstechniken: Entwicklung von Fähigkeiten zur Präsentation und Moderation von Inhalten und Gruppen.



Zeitlicher Ablauf der Qualifikation:

Wir bieten eine praxisorientierte Weiterbildung, die auf den bundesweit geltenden rechtlichen Grundlagen basiert. Die Qualifikation erstreckt sich über zwei Jahre und beinhaltet folgende Elemente:


  • Präsenzwochen in Bielefeld Bethel: Die Qualifikation umfasst 14 Kurswochen, die jeweils von Montag bis Freitag außerhalb der Schulferien in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem untenstehenden Zeitplan.
  • Selbstorganisierte Treffen in Intervisionsgruppen: Über die zwei Jahre hinweg organisieren die Teilnehmenden an einzelnen Tagen themenbezogene Treffen in Intervisionsgruppen. Diese Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Vertiefung der Lerninhalte.
  • Praktikum im ersten Jahr: Innerhalb des ersten Jahres absolvieren die Teilnehmenden ein einwöchiges Praktikum in einer selbstgewählten Einrichtung. Das Praktikum ermöglicht Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder und die praktische Anwendung der erlernten Methoden. Im zweiten Jahr besteht die Möglichkeit, ein weiteres Praktikum durchzuführen, um die erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und neue Erfahrungen zu sammeln.
  • Freistellung: Für die Teilnahme an den Präsenzterminen und den Treffen der Intervisionsgruppen sind die Teilnehmenden von ihren Einrichtungen freizustellen. Den Teilnehmenden sollten nach Absprache mit den Dienstvorgesetzten für die Durchführung des Projekts insgesamt sieben Arbeitstage und für die anschließende Verschriftlichung zwei weitere Arbeitstage zur Verfügung gestellt werden. 


Methodik, Sozialform und Prüfungsvorbereitung:

  • Praxisorientierung: Die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag und wenden die erweiterten und/oder neu erworbenen Kenntnisse im beruflichen Umfeld an.
  • Sozialform: Die Weiterbildung verbindet abwechslungsreiche Lernformen wie Kleingruppen- und Plenumsarbeit sowie individuelle Lernzeiten. Dabei werden gemeinsame Haltungen reflektiert und Lerninhalte vertieft.
  • Exkursionen: Während der Präsenzwochen werden Exkursionen in die Einrichtungen der Teilnehmenden organisiert. Sie bieten die Gelegenheit, praktische Einblicke zu gewinnen und voneinander zu lernen.
  • Fachspezifische Dozentinnen und Dozenten: Die unterschiedlichen Themenschwerpunkte werden von verschiedenen fachspezifischen Dozentinnen und Dozenten vermittelt.
  • Kursleitung als kontinuierliche Ansprechperson: Während der gesamten Weiterbildung steht den Teilnehmenden eine erfahrene Kursleitung als feste Ansprechperson zur Verfügung.
  • Wöchentliche Wiederholungsfragen: In jeder Kurswoche bearbeiten die Teilnehmenden Wiederholungsfragen, die gemeinsam mit der Kursleitung ausgewertet und besprochen werden. Dies fördert das Verständnis und die Vertiefung des Lernstoffs.
  • Lernplattform Moodle: Über die Lernplattform Moodle haben die Teilnehmenden jederzeit Zugriff auf alle Materialien und Kursinhalte und können sich miteinander austauschen.
  • Umfassende Vorbereitung auf die Abschlussprüfung: Unsere Qualifikation beinhaltet eine intensive Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Dazu gehören:
    • Praxisbezogene Übung im ersten Jahr: Im ersten Jahr führen die Teilnehmenden eine praxisbezogene, personenzentrierte Teilhabeplanung mit einer Klientin oder einem Klienten innerhalb ihrer Einrichtung durch. Diese Übung dient der Vorbereitung auf das Abschlussprojekt. Die Teilnehmenden erhalten hierzu eine unbenotete Rückmeldung durch die Kursleitung.
    • Übungsklausur: Zur Prüfungsvorbereitung bearbeiten die Teilnehmenden eine unbenotete Übungsklausur. Diese dient dazu, den Prüfungsstoff zu festigen und Sicherheit für die Prüfung zu gewinnen.
    • Präsentations- und Moderationstechniken: Die Teilnehmenden erlernen und üben Präsentations- und Moderationstechniken, die sie für die erfolgreiche Durchführung ihrer Projektpräsentation benötigen.



Abschlussprüfung zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB)

Die Abschlussprüfung gliedert sich in drei Teile:


  1. Praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt:
  • Durchführung: Über einen Zeitraum von drei Monaten führen die Teilnehmenden ein praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt mit einem oder mehreren Klientinnen und Klienten aus ihrer eigenen Einrichtung durch.
  • Projektarbeit: Die Erstellung einer schriftlichen und benoteten Projektarbeit ist Teil dieses Projekts.


  1. Schriftliche Aufsichtsprüfung (Klausur):
  • Dauer: 240 Minuten
  • Inhalt: Die Klausur umfasst Prüfungsfragen zu den einzelnen Modulen der Qualifikation und wird benotet.


  1. Präsentation des personenorientierten Projekts:
  • Prüfungsausschuss: Die Präsentation erfolgt vor einem Prüfungsausschuss des Instituts Bildung & Beratung Bethel und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
  • Fachgespräch: Im Anschluss an die Präsentation findet ein Fachgespräch statt.
  • Dauer: Insgesamt 45 Minuten


Erfolgreicher Abschluss: Die Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) ist erfolgreich abgeschlossen, wenn alle drei Prüfungsteile bestanden sind. Mit Bestehen der Prüfung erwerben Sie zudem die Ausbilder/-inneneignung nach § 30 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes. 



Voraussetzungen für die Zulassung zu dieser Qualifikation:

  • Ausbildungsabschluss: Eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf sowie eine anschließende mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis.
  • Einzelfallprüfung: Darüber hinausgehende Zulassungen unterliegen einer Einzelfallprüfung.
  • Bestehendes Arbeitsverhältnis: Grundsätzlich ist für die Teilnahme an der Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ein bestehendes Arbeitsverhältnis innerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder bei einem anderen Leistungsanbieter (nach § 60 SGBIX) notwendig, da andernfalls kein regelmäßiger Zugang zum Personenkreis von Menschen mit Behinderung im Kontext der Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet ist. Dies ist insbesondere für die Durchführung des praxisbezogenen Projekts erforderlich.



Für diese Weiterbildung benötigen wir Bewerbungsunterlagen in Form von einem Lebenslauf und dem Nachweis über die Erfüllung der o.g. Zulassungsvoraussetzungen. Bitte senden Sie diese per E-Mail an patricia.essmann[at]bethel.de.


Die Teilnahme an unseren Seminaren beinhaltet eine umfassende Betreuung sowie Tagungsgetränke. Für Verpflegung während der Pausen verweisen wir gerne auf nahegelegene Optionen wie Bäckereien, Kantinen, Imbisse oder Supermärkte, die eine Vielzahl von Speisen anbieten.


Weitere Angebote

Tagungszentrum Bethel - Haus Nazareth (N7)

Nazarethweg 7, 33617 Bielefeld
in Google Maps öffnen

Tagungszentrum Bethel - Haus Nazareth (N5)

Nazarethweg 5, 33617 Bielefeld
in Google Maps öffnen
Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
13.09.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
Datum
14.09.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
Datum
15.09.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
Datum
16.09.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.00
Datum
17.09.2027
Uhrzeit
08:30 - 12:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.00
Datum
18.10.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
Datum
19.10.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
Datum
20.10.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.00
Datum
21.10.2027
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.00
Datum
22.10.2027
Uhrzeit
08:30 - 12:00 Uhr
Ort
Nazarethweg 5, 1.03
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Nazarethweg 7
33617 Bielefeld
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