Die ICF in der Kinder- und Jugendhilfe – Teilhabeorientiert planen und handeln
| Kursnr. | 27-PT024 |
| Dauer | 1 Tag |
| Gebühr | Gebühr auf Anfrage. |
Kursbeschreibung
Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) gewinnt auch in der Kinder- und Jugendhilfe zunehmend an Bedeutung. Sie bietet Fachkräften einen gemeinsamen Bezugsrahmen, um Entwicklung, Ressourcen, Teilhabemöglichkeiten und Unterstützungsbedarfe von Kindern und Jugendlichen ganzheitlich zu betrachten. Statt den Fokus ausschließlich auf Defizite zu richten, unterstützt die ICF eine ressourcen- und lebensweltorientierte Sichtweise, die die Wechselwirkungen zwischen individuellen Voraussetzungen und Umweltbedingungen in den Blick nimmt.
Im Arbeitsalltag der Kinder- und Jugendhilfe eröffnet die ICF neue Perspektiven für die Einschätzung von Unterstützungsbedarfen, die Hilfeplanung, die Formulierung von Zielen sowie die Zusammenarbeit mit Familien und anderen Professionen. Insbesondere an den Schnittstellen zu Eingliederungshilfe, Schule, Gesundheitswesen und Rehabilitation kann sie dazu beitragen, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und die Beteiligung junger Menschen zu stärken.
Das eintägige Seminar vermittelt die Grundlagen der ICF mit einem besonderen Fokus auf ihre Anwendung in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Teilnehmenden lernen das bio-psycho-soziale Modell kennen und erarbeiten anhand praxisnaher Fallbeispiele, wie sich ICF-orientierte Perspektiven in die Hilfeplanung und Fallarbeit integrieren lassen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten diskutiert, die ICF zur Förderung einer partizipativen, ressourcenorientierten und teilhabeorientierten Praxis einzusetzen.
Das Seminar verbindet fachlichen Input mit praktischen Übungen, Reflexion eigener Fallbeispiele und kollegialem Austausch.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, an Mitarbeitende der Allgemeinen Sozialen Dienste (ASD), der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe, der Jugendsozialarbeit, des Pflegekinderdienstes, der Erziehungsberatung sowie an Leitungskräfte und Fachberatungen.
Lernziele
Nach dem Seminar können die Teilnehmenden
- die Grundprinzipien und den Aufbau der ICF erläutern und ihre Bedeutung für die Kinder- und Jugendhilfe einordnen.
- das bio-psycho-soziale Modell auf Fallkonstellationen aus der Kinder- und Jugendhilfe anwenden.
- Ressourcen, Beeinträchtigungen und Kontextfaktoren systematisch unterscheiden und in ihrer Wechselwirkung beschreiben.
- Teilhabebeeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen differenziert analysieren.
- ICF-orientierte Perspektiven in die Hilfeplanung und Zielentwicklung integrieren.
- die Zusammenarbeit mit Familien sowie mit Fachkräften aus Schule, Gesundheitswesen und Eingliederungshilfe auf Grundlage eines gemeinsamen Verständnisses von Teilhabe gestalten.
Dieses Angebot bieten wir auf Anfrage an. Setzen Sie sich gerne dazu mit uns in Verbindung oder nutzen den Button "Inhouse-Anfrage stellen".
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