Qualifikation zur gFAB
| Kursnr. | 26-PT194A |
| Beginn | Mo., 21.09.2026 |
| Ende | Fr., 30.06.2028 |
| Uhrzeit | 08:30 - 16:00 Uhr |
| Anmeldeschluss | 28.02.2025 |
| Dauer | 71 Tage |
| Kursort | 33617 Bielefeld |
| Gebühr | 6250,00 € |
Bitte senden Sie uns hierfür eine Bewerbung zu. Weitere Details können Sie der Ausschreibung entnehmen.
Kursbeschreibung
zweijährige Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (anerkannte Weiterbildung)
Erweitern Sie Ihre fachlichen und praktischen Fähigkeiten, um Menschen mit Behinderung in der beruflichen Teilhabe personenzentriert zu begleiten.
Mit unserer Weiterbildung erhalten Sie die Qualifikation, um Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen nach einem personenzentrierten Ansatz durchzuführen und Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
Zielgruppe dieser Qualifikation:
Diese Qualifikation richtet sich an Mitarbeitende in Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie an andere Leistungsanbieter gemäß § 60 SGB IX. Sie ist speziell für jene gedacht, die im Bereich der beruflichen Bildung, in Arbeitsbereichen oder in der Förderung und Begleitung beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sind.
Inhalte und erworbene Kompetenzen:
Teilnehmende dieser Qualifikation erwerben umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:
- Berufliche Bildungsprozesse personenzentriert planen, steuern und gestalten: Von der Bedarfsfortschreibung bis zur Wirkungskontrolle der Leistungen – wir vermitteln fundiertes Wissen, um das Gesamtplanverfahren personenzentriert zu gestalten. Dies erfolgt unter Berücksichtigung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) sowie des Bedarfsermittlungsinstruments.
- Eingliederung und Teilhabe am Arbeitsleben personenzentriert gestalten: Vertiefen des personenzentrierten Ansatzes anhand von Methoden und Konzepten, um die berufliche Entwicklung Ihrer Klienten/-innen gemäß ihren Wünschen und dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) zu planen und umzusetzen.
- Kommunikation und Zusammenarbeit personenzentriert planen, steuern und gestalten: Förderung von Kommunikations- und Beratungstechniken.
- Verständnis der Verantwortlichkeiten: Klärung der Rollen und Verantwortlichkeiten von Leistungsträgern, Leistungserbringern und Leistungsberechtigten.
- Arbeits- und Beschäftigungsprozesse personenzentriert planen, gestalten und steuern sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten: Planung von Teilhabeprozessen und Methoden der Arbeitsanleitung, die praktisch im Arbeitsalltag angewendet werden können.
- Rechtliche Grundlagen und Handlungssicherheit: Wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Handelns sowie die Vorschriften für Werkstätten für Menschen mit Behinderung und andere Leistungsanbieter. Handlungssicherheit durch die Auseinandersetzung mit relevanten Themen, die die Klienten/-innen am Arbeitsplatz beeinflussen.
- Behinderungs- und Krankheitsbilder sowie spezifische Verhaltensweisen: Verständnis und Umgang mit verschiedenen Behinderungsbildern und spezifischen Verhaltensweisen.
- Reflektiertes Selbstverständnis der Rolle: Entwicklung eines reflektierten Selbstverständnisses der Rolle als Assistenz.
- Gesundheits- und Selbstmanagement: Strategien zur Förderung der Gesundheit und des Selbstmanagements.
- Gewaltschutz, Deeskalations- und Konfliktmanagement: Wissen um die Formen der Gewalt und eine damit einhergehende Sensibilisierung. Techniken zur Konfliktlösung und Deeskalation in herausfordernden Situationen.
- Projekt- und Qualitätsmanagement: Fähigkeiten im Management von Projekten und der Sicherung von Qualitätsstandards.
- Unterschiedliche Konzepte der beruflichen Teilhabe über Exkursionen: Einblicke in verschiedene Konzepte der beruflichen Teilhabe durch praktische Exkursionen.
- Präsentations- und Moderationstechniken: Entwicklung von Fähigkeiten zur Präsentation und Moderation von Inhalten und Gruppen.
Zeitlicher Ablauf der Qualifikation:
Wir bieten eine praxisorientierte Weiterbildung, die bundesweite Rechtsgrundlagen erfüllt. Die Qualifikation erstreckt sich über zwei Jahre und beinhaltet folgende Elemente:
- Präsenzwochen in Bielefeld Bethel: Die Qualifikation findet in 14 Kurswochen statt, jeweils von montags bis freitags außerhalb der Schulferien NRW. Die genauen Termine entnehmen Sie bitte dem untenstehenden Zeitplan.
- Selbstorganisierte Treffen in Intervisionsgruppen: An vier einzelnen Tagen über die zwei Jahre hinweg organisieren die Teilnehmenden themenbezogene Treffen in Intervisionsgruppen. Diese Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Vertiefung der Lerninhalte.
- Praktikum im ersten Jahr: Innerhalb des ersten Jahres absolvieren die Teilnehmenden ein einwöchiges Praktikum in einer selbstgewählten Einrichtung. Dieses Praktikum ermöglicht den Einblick in unterschiedliche Arbeitsfelder und die Anwendung der erlernten Methoden. Es besteht die Möglichkeit, im zweiten Jahr ein weiteres Praktikum durchzuführen, um die erworbenen Kenntnisse weiter zu vertiefen und neue Erfahrungen zu sammeln.
- Freistellung: Für die Teilnahme an den Präsenzterminen und den Treffen der Intervisionsgruppen sind die Teilnehmer/-innen von ihren Einrichtungen freizustellen. Den Teilnehmenden sollten nach Absprache mit den Dienstvorgesetzten für die Durchführung des Projekts insgesamt 7 Arbeitstage, für die Verschriftlichung 2 Arbeitstage zur Verfügung gestellt werden.
Methodik, Sozialform und Prüfungsvorbereitung:
- Praxisorientierung: Die Teilnehmenden bearbeiten konkrete Beispiele aus ihrem Arbeitsalltag und wenden die erweiterten und/oder neu erworbenen Kenntnisse im beruflichen Umfeld an.
- Sozialform: Es findet ein abwechslungsreicher Wechsel von Kleingruppen-, Plenumsarbeit und individueller Lernzeit statt, um immer wieder die gemeinsame Haltung zu diskutieren und Lerninhalte zu verinnerlichen.
- Exkursionen während der Präsenzwochen: Während der Präsenzwochen werden Exkursionen in die Einrichtungen der Teilnehmenden organisiert. Diese Exkursionen bieten die Gelegenheit, praktische Einblicke zu gewinnen und voneinander zu lernen.
- Wechselnde Dozenten und Dozentinnen: Die unterschiedlichen Themenschwerpunkte werden von verschiedenen fachspezifischen Dozenten und Dozentinnen vermittelt.
- Kursleitung als stetige Ansprechperson: Während der gesamten Weiterbildung ist eine erfahrene Kursleitung für den Kurs zuständig.
- Wöchentliche Wiederholungsfragen: In jeder Kurswoche bearbeiten die Teilnehmenden Wiederholungsfragen, die gemeinsam mit der Kursleitung ausgewertet und besprochen werden. Dies fördert das Verständnis und die Vertiefung des Lernstoffs.
- Lernplattform Moodle: Ein Zugriff auf alle Materialien und Kursinhalte sowie der Austausch unter den Kursteilnehmenden ist jederzeit über die Lernplattform Moodle möglich. Dies unterstützt das eigenständige Lernen und die Vernetzung der Teilnehmenden.
- Umfassende Vorbereitung auf die Abschlussprüfung: Unsere Qualifikation beinhaltet eine intensive Vorbereitung auf die Abschlussprüfung, die aus mehreren Komponenten besteht:
- Praxisbezogene Übung im ersten Jahr: Im ersten Jahr führen die Teilnehmenden eine praxisbezogene, personenzentrierte Teilhabeplanung mit einem/r Klienten/-in innerhalb ihrer Einrichtung durch. Diese Übung dient der Vorbereitung auf das Abschlussprojekt. Die Teilnehmenden erhalten dazu eine unbenotete Rückmeldung von der Kursleitung.
- Übungsklausur: Zur weiteren Prüfungsvorbereitung bearbeiten die Teilnehmenden eine unbenotete Übungsklausur, die ihnen hilft, den Prüfungsstoff zu festigen und Prüfungsängste abzubauen.
- Präsentations- und Moderationstechniken: Die Teilnehmenden erlernen und üben Präsentations- und Moderationstechniken, die sie für die erfolgreiche Durchführung ihrer Projektpräsentation benötigen.
Abschlussprüfung zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB)
Die Abschlussprüfung gliedert sich in drei Teile:
- Praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt:
- Durchführung: Die Teilnehmenden führen über einen Zeitraum von 3 Monaten ein praxisbezogenes, personenorientiertes Projekt mit einem oder mehreren Klienten/-innen ihrer eigenen Einrichtung durch
- Projektarbeit: Die Erstellung einer schriftlichen und benoteten Projektarbeit ist Teil dieses Projekts.
- Schriftliche Aufsichtsprüfung (Klausur):
- Dauer: 240 Minuten
- Inhalt: Die Klausur umfasst Prüfungsfragen zu den einzelnen Modulen der Qualifikation und wird benotet.
- Präsentation des personenorientierten Projekts:
- Prüfungsausschuss: Die Präsentation erfolgt vor einem Prüfungsausschuss des Instituts Bildung & Beratung Bethel und des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
- Fachgespräch: Im Anschluss an die Präsentation findet ein Fachgespräch statt.
- Dauer: Insgesamt 45 Minuten (dieser Prüfungsteil wird separat benotet)
Erfolgreicher Abschluss: Die Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (gFAB) ist erfolgreich abgeschlossen, wenn alle drei Einzelleistungen bestanden sind. Mit Bestehen der Prüfung erwerben Sie zudem die Ausbilder/-inneneignung nach § 30 Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes und eine Hochschulzugangsberechtigung gemäß §2 Absatz 2 Berufsbildungshochschulzugangsverordnung.
Voraussetzungen für die Zulassung zu dieser Qualifikation:
- Ausbildungsabschluss: eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung anerkannten Ausbildungsberuf und einer sich anschließenden, mindestens zweijährigen, einschlägigen Berufspraxis.
- Einzelfallprüfung: Darüberhinausgehende Zulassungen unterliegen einer Einzelfallprüfung.
- Bestehendes Arbeitsverhältnis: Grundsätzlich ist für die Teilnahme an der Qualifikation zur geprüften Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung ein bestehendes Arbeitsverhältnis innerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder bei einem anderen Anbieter notwendig, da andernfalls kein regelmäßiger Zugang zum Personenkreis von Menschen mit Behinderung im Kontext Teilhabe am Arbeitsleben gewährleistet ist. Dieses ist etwa für die Durchführung des praxisbezogenen Projekts zwingend notwendig.
Für diese Weiterbildung benötigen wir Bewerbungsunterlagen in Form von einem Lebenslauf und dem Nachweis über die Erfüllung der o.g. Zulassungsvoraussetzungen. Bitte senden Sie diese per E-Mail an patricia.essmann[at]bethel.de oder per Post an:
Bildung & Beratung Bethel
Nazarethweg 7
33617 Bielefeld
Die Teilnahme an unseren Seminaren beinhaltet eine umfassende Betreuung sowie Tagungsgetränke. Für Verpflegung während der Pausen verweisen wir gerne auf nahegelegene Optionen wie Bäckereien, Kantinen, Imbisse oder Supermärkte, die eine Vielzahl von Speisen anbieten.
Weitere Angebote
- Qualifikation zur gFAB - eigenständige Prüfungsvorbereitung (PT194C)
- Qualifikation zur gFAB - Assessmentcenter (PT194)
- Qualifikation zur gFAB - einjährig (PT194B)
Tagungszentrum Bethel - Haus Nazareth (N7)
Nazarethweg 7, 33617 Bielefeldin Google Maps öffnen
Tagungszentrum Bethel - Haus Nazareth (N5)
Nazarethweg 5, 33617 Bielefeldin Google Maps öffnen
Tagungszentrum Bethel - Groß-Bethel
Bethelweg 8, 33617 Bielefeldin Google Maps öffnen
Tagungszentrum Bethel - Haus der Stille
Am Zionswald 5, 33617 Bielefeldin Google Maps öffnen




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