Prävention sexualisierter Gewalt bei Menschen mit Assistenzbedarf
| Kursnr. | 26-PT187 |
| Dauer | 1 Tag |
| Gebühr | Gebühr auf Anfrage. |
Kursbeschreibung
Wichtige Grundlagen für den Schutz vor sexualisierter Gewalt
Sexualisierte Gewalt ist ein Akt des Machtmissbrauchs, der weit über sexuelle Handlungen hinausgeht. Bereits Grenzverletzungen und übergriffiges Verhalten können schwerwiegende Folgen für Betroffene haben. Mitarbeitende in der Eingliederungshilfe, Pflege und Betreuung tragen eine große Verantwortung, um sexualisierte Gewalt zu erkennen, zu verhindern und professionell darauf zu reagieren.
Inhalte und Ablauf
In diesem Seminar setzen wir uns mit der eigenen Haltung und dem Umgang mit dem Thema auseinander. Es werden Strategien zur Reflexion von Nähe und Distanz im „asymmetrischen Machtverhältnis“ vermittelt. Die Teilnehmenden lernen, Signale sexualisierter Gewalt zu erkennen, manipulative Strategien von Tätern zu identifizieren und den Umgang mit Scham bei Betroffenen zu sensibilisieren. Zudem werden Grundlagen für eine „sichere Einrichtung“ erarbeitet, inklusive konkreter Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Übergriffen.
Für einen hohen Praxisbezug bringen die Teilnehmenden Fallbeispiele und aktuelle Fragestellungen ein. Voraussetzung ist die Kenntnis des einrichtungsbezogenen Gewaltschutzkonzepts.
Zielgruppe und Besonderheiten
Das Seminar richtet sich an Teams und Mitarbeitende aus den Bereichen Eingliederungshilfe, Pflege, Betreuung und psychosoziale Dienste. Es bietet eine klare, praxisorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema, um die eigene Rolle zu reflektieren und die Sicherheit in der Einrichtung zu erhöhen.
Lernziele
Die Teilnehmenden
- sind für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisiert und können Signale erkennen
- verstehen die Bedeutung von Nähe und Distanz im Machtverhältnis
- sind für das Bedürfnis nach Sexualität bei Schutzbefohlenen sensibilisiert
- können manipulative Strategien von Tätern identifizieren und angemessen reagieren
- reflektieren ihre eigene Rolle und die Verantwortung der Einrichtung
- gehen angemessen mit Scham um
- kennen die Grundlagen einer „sicheren Einrichtung“ und Handlungsschritte im Verdachtsfall
- wissen, welche Maßnahmen bei Übergriffen zu ergreifen sind und welche vermieden werden sollten
Hinweise:
Bei eigener Betroffenheit zum Thema sexualisierte Gewalt erfolgt eine Teilnahme nach Selbsteinschätzung (bzw. Absprache mit der Leitungskraft).
Voraussetzung:
Vor der Teilnahme ist das digitale Basismodul Gewaltschutz zu absolvieren. Es dauert etwa 30 Minuten und kann zeitlich flexibel bearbeitet werden. Das Modul wird automatisch dem Warenkorb hinzugefügt. Ca. 4 Wochen vor Seminarbeginn erhalten Sie die Zugangsdaten und können das Modul eigenständig auf unserer Lernplattform absolvieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung. Sollten Sie das Modul bereits separat gebucht oder absolviert haben, können Sie dies im letzten Schritt der Anmeldung anpassen.
Die Teilnahme an unseren Seminaren beinhaltet eine umfassende Betreuung sowie Tagungsgetränke. Für Verpflegung während der Pausen verweisen wir gerne auf nahegelegene Optionen wie Bäckereien, Kantinen, Imbisse oder Supermärkte, die eine Vielzahl von Speisen anbieten.
Weitere Angebote
- Professioneller Umgang mit herausforderndem Verhalten und Gewalt (PT183)
- Freiheitsentziehung in der Eingliederungshilfe: Verantwortlich handeln (PT232)
- Online Modul - Basiswissen Gewaltschutz (PT181)
- Online Modul - Freiheitsentziehung (PT182)
Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.




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