Spannungsfelder zwischen Selbstbestimmung und Hilfebedarf nutzen!
| Kursnr. | 26-PT029 |
| Dauer | 1 Tag |
| Gebühr | Gebühr auf Anfrage. |
Kursbeschreibung
Mit Personenzentrierter Assistenz Teilhabe ermöglichen
Mit der Verabschiedung des „Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen“ (Bundesteilhabegesetz – BTHG) hat der Gesetzgeber grundlegende Veränderungen für die Eingliederungshilfe eingeleitet. Das Ziel des Gesetzes, das sich an der UN-Behindertenrechtskonvention orientiert, ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen zu mehr Selbstbestimmung und voll wirksamer und gleichberechtigter Teilhabe am Leben in der Gesellschaft (§ 1 SGB IX) zu verhelfen.
Die personenzentrierte Haltung von Fach- und Nicht-Fachkräften ist dabei entscheidend für die Unterstützung der Menschen mit Behinderung in ihrer Selbstbestimmung. Die Förderung von Selbsthilfe und die Unterstützung zur Selbstbestimmung sind in den Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe ein selbstverständliches Anliegen. Durch die veränderten Anforderungen des BTHG erhält dieses Anliegen besondere Bedeutung. Schwierigkeiten können dann auftreten, wenn die Ansprüche der Menschen mit Behinderung an ihre Selbstbestimmungsaktivitäten nicht mit dem Hilfebedarf an Begleitung und Pflege zusammenpassen.
Alle Mitarbeitenden stehen dann vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Selbstbestimmungspotenziale der unterstützten Menschen zu erkennen und entsprechende Wahlmöglichkeiten anzubieten. Dabei sind die Selbstbestimmungspotenziale nicht festgelegt, sondern sind durch Assistenz und Ermutigung erweiterbar. Es gilt die vorhandenen Ressourcen zu erkennen und mit der betreffenden Person deren Lebenswelt und Sozialraum zu erkunden. Selbstbestimmung ist in diesem Verständnis ein fortlaufender Aushandlungs- und Ermöglichungsprozess.
Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende der Eingliederungshilfe, die Menschen mit qualifizierten und einfachen Assistenzleistungen im Alltag und in ihrem Teilhabeprozess unterstützen.
Lernziele
- Sie kennen die Unterscheidung von qualifizierten und einfachen Assistenzleistungen.
- Sie analysieren Selbstbestimmungswünsche und -ansprüche und gestalten darauf aufbauend einen Assistenzprozess unter Berücksichtigung individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.
- Sie erkennen Sozialisationsprozesse in der Lebenslage Behinderung und nutzen diese Erkenntnisse zur Entwicklung ressourcenorientierter Unterstützungsstrategien.
- Sie wenden aktuelle Konzepte und Methoden zur Unterstützung von Selbstbestimmung praxisnah an – auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf.
Dieses Angebot bieten wir auf Anfrage an. Setzen Sie sich gerne dazu mit uns in Verbindung oder nutzen den Button "Inhouse-Anfrage stellen".
Weitere Angebote
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